Politik trifft Praxis

Helmut Schnotz im Dialog mit angehenden Physiotherapeuten

v.l.n.r: Simon Dietrich (Klassensprecher), Gottfried Hois (Geschäftsführer), Helmut Schnotz (MdL), und Janett Herklotz (Klassenlehrerin) - Foto: Janine Lohrey
v.l.n.r: Simon Dietrich (Klassensprecher), Gottfried Hois (Geschäftsführer), Helmut Schnotz (MdL), und Janett Herklotz (Klassenlehrerin) - Foto: Janine Lohrey

Wie sieht die Zukunft der Physiotherapie in der Region aus? Welche strukturellen Hürden prägen derzeit die Ausbildung und Berufsausübung? Und wie können qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland erfolgreich in das deutsche Gesundheitswesen integriert werden? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt eines Besuchs des Stimmkreisabgeordneten Helmut Schnotz (CSU) bei der Berufsschule für Physiotherapie der PGS Medau gGmbH in Burgoberbach. 

 

Im Rahmen eines Rundgangs durch die modern ausgestattete Schule sowie das angeschlossene Pschick Medau Therapiezentrum verschaffte sich Schnotz einen umfassenden Eindruck von der praxisnahen Ausbildung und dem ganzheitlichen Therapiekonzept der Einrichtung. Im anschließenden Dialog mit den Schülerinnen und Schülern stand der direkte Austausch über die Realität im Gesundheitswesen im Vordergrund – von Ausbildungsbedingungen über Fragen der Vergütung bis hin zu strukturellen Herausforderungen im ländlichen Raum. Auch die Erreichbarkeit der Schule an den öffentlichen Nahverkehr wurde thematisiert. „Die Gespräche mit den Auszubildenden waren offen reflektiert und direkt. Genau dieser Austausch auf Augenhöhe ist es, den wir als Politik brauchen um realitätsnahe Entscheidungen treffen zu können“, hob Schnotz hervor und kündigte an, die Impulse in seine politische Arbeit – insbesondere im Ausschuss für Gesundheit, Pflege und Prävention – einfließen zu lassen.  

 

Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs war der zunehmende Fachkräftemangel in den Gesundheitsberufen – insbesondere mit Blick auf die Integration ausländischer Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten. Die Geschäftsführung stellte hierzu einen neu entwickelten Anpassungslehrgang vor, der im Ausland ausgebildete Fachkräfte den Weg zur vollen Anerkennung in Deutschland ebnet und damit einen wichtigen Beitrag zur regionalen Versorgung leistet. 

 

„Unser Ziel ist, dass die internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Abschluss des Lehrgangs – gut vorbereitet auf die Praxis – nahtlos in Kliniken und Praxen starten können“, erläutert Geschäftsführer Gottfried Hois. „Damit verkürzen wir nicht nur ihre Wartezeit bis zur vollen Berufszulassung, sondern schließen konkret Versorgungslücken, gerade im ländlichen Raum.“

 

Der Besuch macht deutlich: Nur im engen Schulterschluss zwischen Politik, Bildungseinrichtungen und angehenden Fachkräften können tragfähige Lösungen für die Herausforderungen im Gesundheitswesen entwickelt werden. „Praxisnah, nachhaltig und gemeinsam“, unterstreicht Schnotz abschließend.