Neues Jagdrecht hilft bei der Eindämmung der Gänseflut am Altmühlsee

Durch eine Ergänzung der jagdrechtlichen Verordnung wurden nun neue Möglichkeiten zur Lösung der Wildgänseproblematik am Altmühlsee geschaffen. Darauf haben die Vorsitzende des Jagdvereins Gunzenhausen e.V. Diana Oster und der CSU-Landtagsabgeordnete Helmut Schnotz hingewiesen.

 

Zum 1. September 2025 trat eine neue jagdrechtliche Ressortverordnung in Kraft, die Rostgänse und Nilgänse betreffen. Beide Gänsearten haben in den letzten Jahren zu zunehmenden Konflikten in der Landwirtschaft und auch im Umweltschutz geführt, so dass Handlungsbedarf bestand.

 

Helmut Schnotz: „Wildgänse tragen auch zu den Phosphat- und Nährstoffeinträgen am Altmühlsee bei. Durch Maßnahmen wie die Jagd, Gelegebehandlung, Vergrämung und Ablenkungsflächen gehen wir weitere Schritte zur Verbesserung der Wasserqualität im See.“

 

Die Rostgans wird in Bayern dem Jagdrecht unterstellt und für adulte Rostgänse wird in der Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Jagdgesetzes eine Jagdzeit vom 1. September bis 28. Februar geregelt. Zudem wird eine ganzjährige Jagdzeit für Jungvögel der Rostgans vorgesehen.

 

Diana Oster: „Angesichts deutlich steigender Bestände der gebietsfremden Rostgans und der damit einhergehenden Konflikte in Landwirtschaft und Natur wurden Möglichkeiten geschaffen, um frühzeitig handlungsfähig zu sein, bevor sich die Situation weiter zuspitzt. Dieser präventive Eingriff zeigt, dass aus vergangenen Erfahrungen gelernt wurde: Wir handeln jetzt, um Schäden zu begrenzen und die heimische Biodiversität, insbesondere auch von Höhlenbrütern und anderen bedrohten Arten, zu schützen.“

 

Im Übrigen wird durch die Verordnung auch die bereits bestehende Jagdzeit der Nilgans, die nach der „Unionsliste" der EU als invasive gebietsfremde Art eingestuft ist, auf eine ganzjährige Jagdzeit ausgeweitet. Diese Maßnahmen sollen eine wirksame Eindämmung dieser invasiven Gänseart unterstützen.

 

„Durch die Jagdzeitänderungen der Gänse steht nun ein weiteres Instrument zur Verfügung, von dem wir hoffen, dass es zahlreich genutzt wird und so zu einer positiven Gesamtentwicklung in der Altmühlsee-Region beiträgt“, so Oster und Schnotz abschließend.

 

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